Benzodiazepine und Alkohol wirken beide GABAerg dämpfend. Die Kombination verstärkt:
- Sedierung — Bewusstseinstrübung schon bei moderaten Dosen
- Motorische Beeinträchtigung — Stürze, Verkehrsunfälle
- Vergesslichkeit (anterograde Amnesie) — relevant für Sicherheit (Konsens-Fragen, Geldbeutel, Wohnungsschlüssel)
- Atemdepression bei höheren Dosen oder bei Mischkonsum mit weiteren Sedativa
Klinisch relevant ist diese Kombination als K.-o.-Tropfen-Konstellation — historisch oft Flunitrazepam (Rohypnol) plus Alkohol, heute eher Designer-Benzos plus Alkohol oder GHB plus Alkohol.
Eigenkonsum: Wer Benzos ärztlich verordnet einnimmt, sollte mit Alkohol vorsichtig sein. Schon ein Glas Wein kann die Wirkung deutlich verstärken.
Recreational: Bei niedrigschwelligem Konsum (gelegentliche Anxiolyse) sind die Risiken überschaubar, aber nicht null. Dauerhafter Mischkonsum entwickelt Toleranz, Abhängigkeit und macht Entzug komplexer (siehe „Krampfanfall” für GABA-Entzugsproblematik).
Wir empfehlen, getrennt zu konsumieren. Wenn unvermeidbar: niedrige Einzeldosen, niemals alleine, kein Autofahren, kein Bedienen scharfer Geräte.