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Ketamin + GHB / GBL

Wir empfehlen, diese Kombination zu vermeiden. Keine zahlenhafte Sicherheits-Empfehlung möglich.

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Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Beteiligte Substanzen

Risikoprofil

Verlängerter K-Hole-Verlauf mit Atemdepression. Beide Substanzen reduzieren Atemantrieb über unterschiedliche Mechanismen. Aspirationsrisiko hoch — Erbrechen ist bei beiden Substanzen häufig.

Akute Notfall-Szenarien

GHB/GBL und Ketamin im Chemsex-Kontext sind eine bekannte Kombination, klinisch jedoch problematisch. GHB wirkt GABAerg-dämpfend und atemdepressiv, Ketamin wirkt dissoziativ und reduziert den Schluckreflex.

Klinische Folgen:

  • K-Hole kann lebensgefährlich werden, wenn die Person bewegungsunfähig liegt und gleichzeitig die GHB-Atmung flach wird
  • Aspirationsrisiko durch Erbrechen ohne erhaltenen Schluckreflex
  • Schwer abschätzbar für Außenstehende, ob jemand „nur im K-Hole” oder akut atemkritisch ist
  • Rebound-Komplikationen nach GHB-Aussterben können den Ketamin-Hangover verschärfen

Im Chemsex-Setting kommt häufig noch Mephedron oder Methamphetamin hinzu — die Kombinations-Toxizität wird dann noch unkalkulierbarer.

Wir empfehlen, diese Kombination zu vermeiden. Wer Chemsex-erfahren ist und doch kombinieren will: getrennt halten (Stunden Abstand), Awareness-Person ohne Substanzen, niemals alleine, niemals in Wasser/Pool/Sauna.

Anlaufstellen: Schwulenberatung Berlin (Chemsex-Beratung), Deutsche Aidshilfe.