Ketamin hat in der Anästhesie und in der Behandlungsresistenten Depression einen festen Platz — dort mit kontrollierter Dosierung, Monitoring und klar definierten Behandlungs-Intervallen.
Im recreational Konsum entsteht ein anderes Risikoprofil:
Akute Komplikationen:
- K-Hole: dissoziativer Zustand, Bewegungsunfähigkeit, in unkontrollierter Umgebung gefährlich (Sturz, Aspiration)
- Mischkonsum mit GHB, Alkohol oder Benzos vervielfacht Atemdepressions-Risiko
- Sturzverletzungen durch Gleichgewichtsstörungen — Treppen, Pools, scharfe Möbel
Chronische Komplikationen (Daueranwendung):
- Ketamin-induzierte Zystitis: Entzündung und Schrumpfung der Harnblase. Symptome: häufiges Wasserlassen, Schmerzen, blutiger Urin. Bei späten Stadien OP-pflichtig.
- Ketamin-induzierte Cholangiopathie: Leberbelastung, Gallenwegs-Komplikationen
- Kognitive Defizite — Gedächtnis, Konzentration, depressive Episoden
- Toleranz und Abhängigkeit: schnelle Entwicklung, schwerer Entzug
Bei wiederholten Symptomen wie Blasenschmerzen, häufigem Wasserlassen oder blutigem Urin: Pause, ärztliche Abklärung. Frühe Stadien sind teilweise reversibel.