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medizinischer Notfall

Starke Brustschmerzen oder Herzrasen

Wann Wenn nach Stimulanzien-Konsum (Kokain, Amphetamine, MDMA, Cathinone) drückende Brustschmerzen, Engegefühl, Atemnot oder Herzrasen über 150/min auftreten.

Review läuft

Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Notruf

Ruf 112. Hilfe holen ist Pflicht. levelll kann keine Straf- oder Verfahrensfreiheit zusagen.

Sofort

  1. 1. 112 anrufen — Verdacht auf Herzinfarkt oder akute Rhythmusstörung.
  2. 2. Person mit erhöhtem Oberkörper hinsetzen, beruhigen, Bewegung minimieren.
  3. 3. Keine weiteren Stimulanzien. Falls vorhanden und Person ist nicht bewusstlos: 1 Glas Wasser bei trockenem Mund, sonst nichts.

Nicht tun

  • Person nicht hinlegen, wenn sie aufrecht bequemer atmet.
  • Keine ‚Beruhigung' durch Alkohol oder Beruhigungsmittel ohne ärztliche Anweisung.
  • Nicht mit dem Auto in die Klinik fahren — Notarzt mit EKG kommt schneller und sicherer.

Stimulanzien — besonders Kokain — sind eine etablierte Ursache für junge Herzinfarkte. Mechanismen:

  • Vasokonstriktion der Koronararterien
  • Tachykardie + Hypertonie erhöhen Sauerstoffbedarf
  • Akute Plaque-Ruptur bei Vorbelastung möglich
  • Mit Alkohol: Cocaethylen verstärkt kardiale Toxizität

Bei einem Verdacht ist ein EKG im Notarztwagen die schnellste Diagnostik. Auch wenn sich Symptome relativieren: ärztliche Abklärung am gleichen Tag, weil verzögerte Komplikationen (Rhythmusstörungen, Myokarditis) dokumentiert sind.

Personen mit bekannten Herzproblemen oder Familiengeschichte plötzlicher Herztod: Stimulanzien-Konsum ist nicht „mit Vorsicht” steuerbar.