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akute Krise

Nasenbluten oder Schleimhautverletzung

Wann Wenn nach nasalem Konsum (Kokain, Amphetamin, Ketamin, MDMA, Cathinone) Nasenbluten, Schmerzen oder anhaltende Verkrustung auftreten.

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Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Notruf

Ruf 112. Hilfe holen ist Pflicht. levelll kann keine Straf- oder Verfahrensfreiheit zusagen.

Sofort

  1. 1. Nase nach vorne neigen, nicht nach hinten. Nasenflügel zwischen Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, 10 Minuten lang.
  2. 2. Kühlen mit kaltem Lappen im Nacken oder auf der Stirn.
  3. 3. Bei Blutung über 20 Minuten, bei sehr starker Blutung oder bei Verdacht auf größere Verletzung: ärztliche Versorgung.

Nicht tun

  • Kopf nicht in den Nacken legen — Blut läuft in den Magen, kann Erbrechen auslösen.
  • Nicht weiternasalen, auch nicht ‚nur eine kleine Linie' — verschärft die Verletzung.
  • Nichts in die Nase stopfen (Tampon, Watte) ohne ärztliche Anleitung.

Nasenbluten nach nasalem Konsum ist meist harmlos akut — chronische Nasenschäden (Septumperforation, Schleimhautatrophie) sind das eigentliche Problem.

Praktische Risikoreduktion bei nasalem Konsum:

  • Pulver fein mörsern (klumpige Partikel verletzen mehr)
  • Eigenes Röhrchen, niemals teilen (Hepatitis-C-Risiko)
  • Nase mit warmem Wasser oder Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %) ausspülen nach Konsum
  • Konsum-Pausen, alternierende Nasenlöcher
  • Bei Schmerzen oder Krusten: pausieren, nicht „durchziehen”

Hepatitis-C-Übertragung über geteilte Röhrchen ist epidemiologisch belegt. Drug-Checking-Stellen geben einzelne Röhrchen meist gratis ab, ebenso Suchtberatung.

Bei wiederholten oder starken Nasenbluten ohne Substanzbezug: HNO-Abklärung — andere Ursachen (Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen) ausschließen.