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akute Lebensgefahr

Opioid-Überdosis

Wann Wenn nach Heroin, Morphin, Fentanyl, Tilidin oder Tramadol die Atmung sehr flach wird, Lippen blau-grau sind und die Person nicht reagiert.

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Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Notruf

Ruf 112. Hilfe holen ist Pflicht. levelll kann keine Straf- oder Verfahrensfreiheit zusagen.

Sofort

  1. 1. 112 anrufen. Naloxon allein reicht nicht.
  2. 2. Naloxon-Nasenspray einsetzen, falls vorhanden (Nyxoid, seit 2024 in DE rezeptfrei). Bei keiner Wirkung nach 2–3 Minuten: zweite Dosis ins andere Nasenloch.
  3. 3. Stabile Seitenlage, Atemwege freihalten. Bei Atemstillstand: Herzdruckmassage.

Nicht tun

  • Nicht warten, ob Naloxon nötig ist. Bei klarem Verdacht sofort einsetzen — Naloxon ist im Zweifel ungefährlich.
  • Person nach Naloxon-Gabe nicht alleine lassen. Naloxon wirkt 30–90 Minuten, viele Opioide wirken länger — Rebound-Atemdepression möglich.
  • Nicht aus Angst vor Polizei zögern. Hilfeleistung ist Pflicht (§ 323c StGB) — siehe Notruf-Block oben.

Naloxon kehrt die Wirkung von Opioiden am μ-Rezeptor um und stellt Atmung in Minuten wieder her. Es wirkt nicht bei GHB/GBL, Benzodiazepinen, Alkohol oder Stimulanzien.

Bezugsquellen für Naloxon:

  • Apotheken (rezeptfrei seit 2024)
  • Niedrigschwellige Verteilung über Drogenberatung (DROBS Berlin, Eclipse e.V., SONAR)
  • Aktuelle Verteilungspunkte unter naloxoneworks.eu

Mischkonsum mit Benzodiazepinen oder GHB ist besonders gefährlich, weil Naloxon nur die Opioid-Komponente reversiert. Atemüberwachung bleibt zwingend.

Fentanyl- und synthetische Opioid-Überdosen können wiederholte Naloxon-Gaben benötigen, weil ihre Wirkdauer Naloxon übersteigt.