Panik unter Substanzeinfluss ist meist transient — sie hört auf, wenn die Substanzwirkung abklingt. Trotzdem ist sie für die Person real und kann sehr intensiv erlebt werden.
Trip-Sitting-Grundsätze:
- Set & Setting — ruhiger, vertrauter Ort, vertrauenswürdige Person
- Validieren, nicht widersprechen — „Das ist gerade heftig für dich”
- Erinnern an die Substanz — „Das ist die Wirkung, sie hört auf”
- Atmung als Anker — gemeinsame Atemzüge, langsam
- Nichts Neues konsumieren — auch nicht „nur Cannabis zum Runterkommen”
Wann 112 nötig wird:
- Selbst- oder Fremdgefährdung
- Person nicht ansprechbar trotz erhaltener Atmung
- Krampfanfall
- Anzeichen für Serotonin-Syndrom oder Hyperthermie
Beratungsstellen für Krisenbegleitung in Berlin:
- Berliner Krisendienst — 24/7, regional
- Berliner Krisendienst für Suchtkranke (DROBS, vista, Eclipse)
- MyPsychiater / KV-Notdienst 116117 für nicht-akute Fälle