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akute Krise

Panik oder akute psychische Krise

Wann Wenn jemand unter Substanzeinfluss panisch wird, hyperventiliert, das Gefühl ‚zu sterben' beschreibt oder schwer Atemnot empfindet, ohne objektive Atemnot.

Review läuft

Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Notruf

Ruf 112. Hilfe holen ist Pflicht. levelll kann keine Straf- oder Verfahrensfreiheit zusagen.

Sofort

  1. 1. Ruhig sprechen. ‚Du nimmst gerade was. Das geht vorbei. Ich bleibe bei dir.'
  2. 2. In ruhige Umgebung bringen — gedämpftes Licht, weniger Personen.
  3. 3. Atmung anleiten: 4 s ein, 6 s aus. Wenn Person das nicht kann: einfach mitatmen, ohne Druck.

Nicht tun

  • Nicht widersprechen oder argumentieren. Auch wenn die Wahrnehmung verzerrt ist — die Angst ist real.
  • Keine Beruhigungsmittel, kein Alkohol, keine andere Substanz.
  • Nicht alleine lassen, bis die Akutphase vorbei ist.

Panik unter Substanzeinfluss ist meist transient — sie hört auf, wenn die Substanzwirkung abklingt. Trotzdem ist sie für die Person real und kann sehr intensiv erlebt werden.

Trip-Sitting-Grundsätze:

  1. Set & Setting — ruhiger, vertrauter Ort, vertrauenswürdige Person
  2. Validieren, nicht widersprechen — „Das ist gerade heftig für dich”
  3. Erinnern an die Substanz — „Das ist die Wirkung, sie hört auf”
  4. Atmung als Anker — gemeinsame Atemzüge, langsam
  5. Nichts Neues konsumieren — auch nicht „nur Cannabis zum Runterkommen”

Wann 112 nötig wird:

  • Selbst- oder Fremdgefährdung
  • Person nicht ansprechbar trotz erhaltener Atmung
  • Krampfanfall
  • Anzeichen für Serotonin-Syndrom oder Hyperthermie

Beratungsstellen für Krisenbegleitung in Berlin:

  • Berliner Krisendienst — 24/7, regional
  • Berliner Krisendienst für Suchtkranke (DROBS, vista, Eclipse)
  • MyPsychiater / KV-Notdienst 116117 für nicht-akute Fälle