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akute Krise

Paranoide oder psychotische Episode

Wann Wenn jemand unter oder nach Substanzkonsum Stimmen hört, sich verfolgt fühlt, wahnhafte Inhalte beschreibt oder den Bezug zur Realität verliert — anhaltend, nicht nur kurz.

Review läuft

Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Notruf

Ruf 112. Hilfe holen ist Pflicht. levelll kann keine Straf- oder Verfahrensfreiheit zusagen.

Sofort

  1. 1. In ruhige, sichere Umgebung bringen. Reize reduzieren.
  2. 2. Validieren ohne zu bestätigen: ‚Ich verstehe, dass das gerade real für dich ist.'
  3. 3. Bei Selbst-/Fremdgefährdung, anhaltender Episode (> Stunden) oder bekannter psychiatrischer Vorgeschichte: 112 oder Berliner Krisendienst.

Nicht tun

  • Nicht über Inhalt der Wahrnehmung argumentieren — verstärkt Wahn.
  • Nicht festhalten oder zwingen — verstärkt Bedrohungsgefühl.
  • Person nicht alleine lassen, auch nicht ‚nur kurz' nach draußen.

Substanz-induzierte psychotische Episoden können entstehen durch:

  • Stimulanzien-Überdosierung (Kokain, Amphetamine, Methamphetamin) — meist mit Schlafmangel kombiniert
  • Cannabis — vor allem bei jungen Menschen mit Vorbelastung oder hochpotenten Stoffen
  • Psychedelika — selten als akute Psychose, häufiger als „Bad Trip” mit psychotischen Anteilen
  • Ketamin in hoher Dosis oder Daueranwendung
  • Substanz-Entzug (Alkohol, Benzos)

Die meisten Episoden sind transient und klingen mit der Substanzwirkung ab. Bleiben Symptome über Stunden nach Wirkungs-Ende, oder gibt es Vorgeschichte (eigene oder familiäre Psychose-Erfahrung): zwingend ärztliche Abklärung.

Hilfeleistung bei Selbst-/Fremdgefährdung: § 323c StGB ist Pflicht. levelll kann keine Strafverfolgung ausschließen, aber wer Hilfe holt, handelt rechtskonform.

Berliner Krisenhilfen:

  • Berliner Krisendienst — 24/7, neun Regionalstellen
  • Akutpsychiatrische Aufnahme der Charité, Vivantes-Kliniken (über 112)
  • Rummelsburger Initiativ-Kreis — Peer-basierte Unterstützung für Psychose-Erfahrene