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akute Lebensgefahr

Serotonin-Syndrom

Wann Wenn nach Konsum serotonerger Substanzen (MDMA, MDA, MAOI, SSRI/SNRI, DXM, Tramadol) Zittern, Muskelzucken, Hyperthermie, Verwirrtheit, Durchfall oder Krampfanfälle auftreten — oft in Kombination.

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Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Notruf

Ruf 112. Hilfe holen ist Pflicht. levelll kann keine Straf- oder Verfahrensfreiheit zusagen.

Sofort

  1. 1. 112 anrufen — Verlauf kann innerhalb von Stunden lebensbedrohlich werden.
  2. 2. Person aktiv kühlen, falls Körpertemperatur erhöht (kalte Tücher auf Achseln, Leisten, Nacken).
  3. 3. Ruhig lagern, Reize reduzieren. Atmung kontrollieren.

Nicht tun

  • Keine weiteren serotonergen Substanzen geben — verschärft das Syndrom.
  • Nicht viel Wasser auf einmal trinken lassen — Hyponatriämie-Risiko (siehe eigenes Szenario).
  • Keine Selbstmedikation mit Antihistaminika oder Beruhigungsmitteln — Wechselwirkungen unkalkulierbar.

Das Serotonin-Syndrom entsteht durch Übermaß an Serotonin im zentralen Nervensystem — meist durch Kombination zweier serotonerger Substanzen. Häufigste Auslöser:

  • MDMA + MAOI (Hartrot, klassisch tödlich) — Moclobemid, Selegilin, einige Ayahuasca-Beimengungen
  • MDMA + SSRI/SNRI (Antidepressiva: Citalopram, Sertralin, Venlafaxin etc.)
  • MDMA + DXM (in Hustenmedikamenten)
  • Tramadol + SSRI (klinisch dokumentiert)

Symptomtrias Hunter-Kriterien:

  1. Neuromuskulär: Klonus, Tremor, Hyperreflexie
  2. Vegetativ: Hyperthermie, Tachykardie, Schwitzen
  3. Mental: Agitation, Verwirrtheit, Krampfanfälle

Klinische Versorgung umfasst Cyproheptadin und intensive Symptomkontrolle. Im akuten Notfall ist 112 die einzige sinnvolle Laien-Aktion.

Wer Antidepressiva (SSRI/SNRI) einnimmt: MDMA-Konsum ist nicht sicher steuerbar, auch nicht bei „nur kleinen” Dosen. Eine vollständige Auswaschphase nach SSRI dauert je nach Wirkstoff 1–6 Wochen.