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medizinischer Notfall

Extreme Agitation nach Stimulanzien

Wann Wenn jemand nach Kokain, Amphetamin, Methamphetamin oder Cathinonen extrem unruhig, paranoid oder aggressiv wird, sich nicht beruhigen lässt und körperliche Erschöpfung droht.

Review läuft

Inhalt liegt zur medizinisch-juristischen Prüfung. Anpassungen möglich.

Notruf

Ruf 112. Hilfe holen ist Pflicht. levelll kann keine Straf- oder Verfahrensfreiheit zusagen.

Sofort

  1. 1. Reize reduzieren — ruhiger Raum, gedämpftes Licht, wenig Personen.
  2. 2. Ruhig sprechen, nicht widersprechen, nicht festhalten. Sicherheit kommunizieren.
  3. 3. Bei Selbst-/Fremdgefährdung, anhaltender Tachykardie, Brustschmerzen oder Bewusstseinstrübung: 112.

Nicht tun

  • Nicht mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln ‚runterbringen' ohne ärztliche Anweisung — Mischkonsum-Risiken.
  • Nicht streiten oder argumentieren — verstärkt Agitation.
  • Person nicht alleine lassen, aber auch nicht erdrücken. Distanz wahren.

Stimulanzien-induzierte Agitation kann von „nervös und gereizt” bis „akute psychotische Episode mit Eigengefährdung” reichen. Der Übergang ist fließend.

Klinisch relevant wird es bei:

  • Anhaltender Tachykardie über 130–140/min
  • Krampfanfall-Vorboten (Zucken, Steifigkeit)
  • Hyperthermie über 39 °C
  • Brustschmerzen oder Atemnot
  • Eindeutiger Fremd-/Selbstgefährdung

Im niedrigschwelligen Bereich hilft Trip-Sitting: ruhige Begleitung, Erinnerung an die Substanz („das hört auf”), keine Diskussion über Inhalte der Wahrnehmung. SONAR-Awareness-Teams und ähnliche Strukturen sind genau dafür trainiert.

Klinisch werden bei akuter Stimulanzien-Toxizität meist Benzodiazepine eingesetzt — vom Notarzt, nicht von Laien.