SSRI/SNRI (Citalopram, Sertralin, Venlafaxin, Fluoxetin, Duloxetin, Escitalopram etc.) blockieren den Serotonin-Wiederaufnahme-Transporter. MDMA setzt Serotonin über genau diesen Transporter frei.
Konsequenzen:
- Abgeschwächte MDMA-Wirkung — manche Konsument:innen merken kaum etwas
- Versuchung zum Nachdosieren — höhere Gesamtdosis, höheres Toxizitätsrisiko
- Serotonin-Syndrom — bei höheren MDMA-Dosen und längerer SSRI-Einnahme dokumentiert
- Komplikationen verzögert — Tage später Schlafstörungen, Stimmungstief, Panik
Die Auswaschphase ist substanzabhängig:
- Sertralin, Citalopram, Escitalopram: ca. 1 Woche
- Fluoxetin: 4–6 Wochen wegen langer Halbwertszeit aktiver Metabolite
- Venlafaxin, Duloxetin: 1–2 Wochen
- MAO-Hemmer (Moclobemid, Tranylcypromin): siehe MDMA + MAOI (hartrot)
Wir empfehlen, MDMA-Konsum während SSRI/SNRI-Therapie zu vermeiden. Wer trotzdem konsumiert: nur niedrige Dosen, niemals nachlegen, mit jemandem ohne SSRI/SNRI in der Nähe.
Die ärztliche Konsultation vor Substanzkonsum ist gerade bei chronischer Antidepressiva-Einnahme sinnvoll — viele Ärzt:innen beraten ohne Wertung, wenn man konkret fragt.