Lithium wird in der Psychiatrie zur Stimmungsstabilisierung bei bipolaren Störungen eingesetzt. Es hat eine schmale therapeutische Breite und greift in mehrere Neurotransmitter-Systeme ein.
In Kombination mit Psychedelika sind dokumentiert:
- Krampfanfälle — auch bei niedrigeren Psychedelika-Dosen als ohne Lithium
- Verstärkte und veränderte Halluzinationen — oft als überfordernd erlebt
- Serotonin-Syndrom-ähnliche Reaktionen — durch komplexe Interaktion mit Serotonin-Rezeptoren
- Verlängerte Trip-Dauer und schwere Re-Integration
In der TripSit-Datenbank ist Lithium + Psychedelika als „Dangerous” markiert, basierend auf etablierten Fallberichten.
Praktische Hinweise:
- Wer Lithium nimmt: kein LSD, kein Psilocybin, keine anderen Psychedelika
- Auswaschphase nach Lithium-Absetzen: ärztlich begleiten — Lithium hat eine relativ lange Halbwertszeit (24 h+), Stoffwechselproduktion bleibt
- Bei stabiler bipolarer Therapie ist das Absetzen für recreational Konsum keine sinnvolle Strategie
Wir empfehlen, diese Kombination strikt zu vermeiden.