Wenn Kokain und Alkohol gleichzeitig im Körper sind, entsteht in der Leber Cocaethylen — ein Ethyl-Ester des Kokains. Cocaethylen hat:
- Längere Halbwertszeit als Kokain (etwa doppelt so lang)
- Höhere kardiale Toxizität — koronare Vasokonstriktion, plötzliche Rhythmusstörungen, junge Herzinfarkte
- Verstärkte euphorisierende Wirkung — was zu höherer Konsummenge animiert
- Längere Aggressions- und Risikoneigung — relevant für Gewalt- und Unfallrisiko
Cocaethylen ist die mutmaßliche Ursache, warum Kokain + Alkohol im US-CDC-Datensatz die häufigste substanz-bezogene Todesursache ist. Auch in Berlin kommt es immer wieder zu plötzlichen Herzinfarkten oder Aortendissektionen junger Menschen unter dieser Kombination.
Wir empfehlen, diese Kombination zu vermeiden. Wer doch konsumiert: niedrige Kokain-Dosis, Alkohol minimal, kein Nachlegen, bei Brustschmerz oder Atemnot sofort 112.
Wiederholter Konsum dieser Kombination gehört zur kardiologischen Vorsorge — auch ohne akute Symptome ist eine Kontrolle sinnvoll.